Die Forschung der Gruppe verbindet klinische und entwicklungspsychologische Perspektiven mit kognitiver Neurowissenschaft und verfolgt einen translationalen Ansatz im Sinne von „from bench to bedside to curbside“.
Im Grundlagenbereich (bench) liegt der Schwerpunkt auf der Entschlüsselung grundlegender Mechanismen gesunder Entwicklung und Resilienz sowie auf der Identifikation neurobiologischer Signaturen stressbedingter Symptome. Die Arbeitsgruppe untersucht dabei kritische Lebensphasen (Adoleszenz, Studienbeginn, Elternschaft) und Hochrisikogruppen (z. B. Personen mit Minderheitenidentitäten, Lehrkräfte, Pflegekräfte) und berücksichtigt gezielt Geschlechtsunterschiede.
Ziel der Forschung ist es, natürliche Entwicklungsverläufe vorherzusagen und wirksame Kurzzeitinterventionen zu entwickeln, die in Zusammenarbeit mit der Forschungsambulanz des Lehrstuhls an der JGU evaluiert werden (bedside). Darüber hinaus sollen skalierbare Mini-Interventionen zur Resilienzförderung in der Allgemeinbevölkerung etabliert werden (curbside).
Ein weiterer Fokus liegt auf Partizipation und Wissenschaftskommunikation: Interessengruppen außerhalb der Fach- und Forschungsgemeinschaft werden gezielt einbezogen, um Resilienzförderung und psychische Gesundheit nachhaltig in der Gesellschaft zu verankern.